Hyperhidrose: Was gegen starkes Schwitzen hilft

2. August 2018

Es ist ganz natürlich, dass wir an warmen Sommertagen oder bei körperlicher Anstrengung mehr schwitzen als sonst. Aber es gibt auch Menschen, die ständig und ohne Grund schwitzen, bei denen diese lebenswichtige Körperfunktion zur Krankheit wird – Die Rede ist dann von Hyperhidrose.

Hyperhidrose: Was gegen starkes Schwitzen hilft

Bildquelle: Footolia, pathdoc

Welches Schwitzen ist normal?


Egal, ob an heißen Sommertagen, beim Sport, in der Sauna oder bei körperlicher Anstrengung: Jeder Mensch muss schwitzen. Denn die ca. zwei Millionen Schweißdrüsen, die „Klimaanlage“ des Körpers, regulieren Temperaturunterschiede und geben übermäßige Wärme nach außen ab. Wie viel man schwitzt, das ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Pro Tag sind ca. 0,5 bis 0,7 Liter Flüssigkeit normal. Aber Schwitzen kann auch zur Krankheit werden und die Lebensqualität der Betroffenen stark einschränken. Man spricht dann in der Fachsprache von Hyperhidrose.


Was ist übermäßiges Schwitzen?

Das übermäßige Schwitzen tritt meistens an Achseln, Händen oder an den Füßen auf, aber ebenso im Gesicht und im Prinzip an allen anderen Körperstellen. Dieses „ungewollte“ Schwitzen tritt auch bei nicht adäquaten sogenannten Reizen auf: also bei normaler Raum- bzw. Umgebungstemperatur, bei normaler körperlicher Aktivität z.B. Büroarbeit etc. und kann extrem belastend sein. Der schwitzige Händedruck, die Schweissringe am Anzug: für die Betroffenen ein äußerst unangenehmes Thema. Mögliche Ursachen können etwa hormonelle Schwankungen wie Störungen der Schilddrüsenfunktion sein. Die ärztliche Untersuchung sollte hier Klarheit schaffen.

Wie kann ich übermäßiges Schwitzen effektiv behandeln lassen?

Durch Ursachenforschung und gegebenenfalls eine Behandlung dieser Ursache kann das übermäßige Schwitzen sehr gut behandelt werden. Spezielle medizinische Deodorants können oft schon helfen. Denn sie verengen die Poren auf der Haut und sorgen so dafür, dass wir weniger schwitzen. Diese Deos sollten am besten abends verwendet werden, da wir nachts weniger schwitzen und die Inhaltsstoffe dadurch länger auf der Haut haften bleiben. Nach etwa vier Wochen bilden sich die Schweißdrüsen zurück und Patienten spüren, dass sie weniger schwitzen.

Es gibt jedoch auch eine weitere sehr effektive Behandlungsmöglichkeit – mit Botolinumtoxin A, im Volksmund auch als Botox bekannt. Botolinumtoxin A ist ein natürlicher Eiweißstoff, der den meisten eher im Zusammenhang mit dem Stichwort „Faltenbehandlung“ ein Begriff ist. Allerdings lässt sich damit auch die Hyperhidrose effektiv behandeln. Dazu wird der Stoff in kleinsten Dosen mit winzigster Nadel genau dosiert in die betroffenen Areale gespritzt. Das Medikament sorgt dafür, dass weniger Schweiß entsteht. Nach der Behandlung dauert es – wie bei der Faltenbehandlung – etwa ein bis zwei Wochen, bis die Wirkung eintritt und komplett ist. Die Patienten merken spätestens nach 3 Wochen, wenn die Wirkung des Medikaments vollständig aufgebaut ist, dass sie an den behandelten Stellen deutlich weniger oder fast gar nicht mehr schwitzen. Die Wirkung hält je nach Beschwerdegrad in der Regel sechs bis acht Monate, kann aber auch bis zu einem Jahr anhalten. Dann kann die Behandlung wiederholt werden.

Haben Sie Interesse an einer Hyperhidrose-Behandlung? Wir beraten Sie gerne. Vereinbaren Sie einen Termin in unserer Praxis.

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