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Hyperhidrose: Was gegen starkes Schwitzen hilft

Es ist ganz natürlich, dass wir an warmen Sommertagen mehr schwitzen als sonst. Aber: Es gibt auch Menschen, die ständig und ohne Grund schwitzen, bei denen die lebenswichtige Körperfunktion zur Krankheit wird – Die Rede ist dann von Hyperhidrose.

Bildquelle: Fotolia, pathdoc

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Egal, ob an heißen Sommertagen, beim Sport oder in der Sauna: Jeder Mensch muss schwitzen. Denn die ca. zwei Millionen Schweißdrüsen sind so etwas wie die Klimaanlage unseres Körpers und helfen, Temperaturunterschiede auszugleichen und die übermäßige Wärme nach außen abzugeben. Wie viel wir schwitzen, das ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Pro Tag sind ca. 0,5 bis 0,7 Liter Flüssigkeit normal. Aber Schwitzen kann auch zur Krankheit werden und die Lebensqualität der Betroffenen stark einschränken. Man spricht dann in der Fachsprache von Hyperhidrose.


Das starke Schwitzen tritt meistens an Achseln, Händen oder an den Füßen auf und ist für Betroffene ein äußerst unangenehmes Thema. Denn sie schwitzen unabhängig von Wärme oder Kälte, Tages- und Jahreszeit übermäßig viel. Woher diese Krankheit kommt, ist bisher weitestgehend ungeklärt. Mögliche Ursachen können etwa hormonelle Schwankungen oder Schilddrüsenfunktionsstörungen sein. Die gute Nachricht aber ist: Nach genauer Ursachenforschung und gegebenenfalls einer Behandlung der Ursache kann das übermäßige Schwitzen sehr gut behandelt werden. Spezielle medizinische Deodorants können oft schon helfen. Sie verengen die Poren auf der Haut und sorgen so dafür, dass wir weniger schwitzen. Diese Deos sollten am besten abends verwendet werden, da wir nachts weniger schwitzen und die Inhaltsstoffe dadurch länger auf der Haut haften bleiben. Nach etwa vier Wochen bilden sich die Schweißdrüsen zurück und Patienten spüren, dass sie weniger schwitzen.

Es gibt jedoch auch eine weitere sehr effektive Behandlungsmöglichkeit – mit Botolinumtoxin A, im Volksmund auch als Botox bekannt. Botolinumtoxin A ist ein natürlicher Eiweißstoff, der den meisten eher unter dem Stichwort „Faltenbehandlung“ ein Begriff ist. Allerdings lässt sich damit auch die Hyperhidrose effektiv behandeln. Dazu wird der Stoff in kleinsten Dosen mit winzigster Nadel genau dosiert in die betroffenen Areale gespritzt. Das Medikament sorgt dann dafür, dass weniger Schweiß entsteht. Nach der Behandlung dauert es etwa ein bis zwei Wochen, bis die Wirkung eintritt und komplett ist. Die Patienten merken spätestens nach 3 Wochen, wenn die Wirkung des Medikamentes vollständig aufgebaut ist, dass sie an den behandelten Stellen deutlich weniger oder fast gar nicht mehr schwitzen. Die Wirkung hält je nach Beschwerdegrad in der Regel sechs bis acht Monate, kann aber auch bis zu einem Jahr anhalten. Dann kann die Behandlung wiederholt werden.
Haben Sie Interesse an einer Hyperhidrose-Behandlung? Wir beraten Sie gerne. Vereinbaren Sie einen Termin in unserer Praxis.

Ihr DrZenkerDermatologyTeam